Porträt von Annette Schindler, Kunsthistorikerin und Archivarin in Basel.

Annette Schindler – Archivarin für Familienarchive

Kunsthistorikerin · 30 Jahre Leitungserfahrung im Kulturbetrieb · Archivarin mit einer Faszination für «altes Zeugs».

Vom Kulturbetrieb zu den Familienarchiven

Nach 30 Jahren mit vollem Einsatz und leidenschaftlicher Passion in leitenden Positionen im Kunst- und Filmfestival-Bereich war die Zeit reif, mir beruflich nochmals eine neue Türe aufzustossen. Seit 2021 widme ich mich hauptberuflich privaten Familienarchiven: Ich sorge dafür, dass deren Kostbarkeiten erhalten bleiben und für die kommenden Generationen sichtbar werden.

In meiner Arbeit verbinde ich drei Dinge: das kunsthistorisch geschulte Auge für Bedeutung und Kontext, die Managementerfahrung, um Projekte realistisch zu planen und zu Ende zu bringen, und das archivische Handwerk – erworben im CAS Archivpraxis an der Fachhochschule Graubünden.

INTERVIEW

Im Gespräch: Annette Schindler über ihren kuratorischen Beitrag zu Netz-Kulturen und -Initiativen in den 90er und 2000er Jahren.

Im Rahmen des SNF-Forschungsprojekts «Sharing Knowledge in the Arts» sprach Annette Schindler 2024 mit Stefanie Bräuer über drei Jahrzehnte Kulturbetrieb, Netzkulturen, Copyleft und die Vermittlungsarbeit in der Medienkunst-Institution [plug.in]. Ein persönlicher Rückblick auf einen vielseitigen Laufbahn-Abschnitt.

Video-Interview · 78 Min. · Juli 2024 · «Sharing Knowledge in the Arts», HGK Basel FHNW · CC BY 4.0

Interview ansehen (FHNW-Mediathek) ↗

Stationen & Belege

Qualifikation

Studium der Kunstgeschichte · CAS Archivpraxis FH Graubünden · laufende Weiterbildungen · Auszeichnung mit dem Prix Meret Oppenheim 2010.

Berufliche stationen

Seit 2020: Leitung Mentoring-Programm für Kunsthistoriker*innen VKKS

2012 - 2021: Leitung Fantoche, internationales Festival für Animationsfilm Baden

2000 - 2011: Leitung Plug.in Kunst und neue Medien Basel (Heute HEK Basel)

1997 - 2000: Leitung Swiss Institute New York

1992 - 1995: Leitung Kunsthaus Glarus

Erfahrung

Seit 2021 mehrere fertig erschlossene Familien- und Künstler*innen-Archive, jeweils auf die spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten · Davor leitende Positionen in Kunstinstitutionen und Festivals · Jury- und Gremienarbeit.

Vorträge und Präsentationen

3. Dez. 2024: “Familienarchive zum Leben erwecken. Ein visueller Zugang zum Archiv” für die Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Zürich.

18. Okt. 2025: “Was uns Bilder erzählen. Visuelles Material in Familien-Archiven auswerten” für die Zentralschweiterische Gesellschaft für Familienforschung.

28. Mai 2026: “Robert S. Gessner (1908-1982). Trouvaillen aus seinem Archiv” für die Zentralbibliothek Zürich.

Vorträge für diverse Rotary-Clubs und Familien.

Archivprojekte und Medien

Pauline Eschers Tagebuch · Schindler-Archiv: 60 Fundstücke · Publikationen und Vorträge · Profile: Wikipedia und LinkedIn.

Fun Fact

Gemeinsam mit Felix Stalder und zahlreichen Unterzeichner*innen aus der Kunst- und Kulturszene lancierte ich 2006 Kunstfreiheit.ch, (heute ein Archiv; siehe Credits). Mit einem offenen Brief forderten wir, dass das Urheberrecht künstlerische Praktiken wie “Collage, Appropriation oder Remix” besser berücksichtigt.

Am 14. April 2026 urteilte nun der Europäische Gerichtshof, das Sampling endlich erlaubt sein soll, wie wir es damals forderten. Wir waren volle 20 Jahre zu früh - oder war das Gericht zu spät?

Culture Services – weitere Services von mir

Gerne übernehme ich für Kulturinstitutionen und -Vereine Projektleitungs-Aufträge und Gremienarbeit.

Lernen wir uns kennen.

In einem kurzen, kostenlosen Erstgespräch klären wir Bestand, Ziel und sinnvolle nächste Schritte.