Alte Fotos richtig lagern und digital sichern
Bei Fotografien gilt generell: Tiefe Temperaturen verlangsamen den Alterungsprozess. Da aber sehr viele Materialien vorkommen bei historischen und zeitgenössischen Fotografien, ist deren Konservierung anspruchsvoll. Digitalisierung ergänzt den Schutz, ersetzt aber das Original nicht.
Geeigneter Lagerort
Als ideal gilt für viele fotographische Materialien ein Raum mit 5-8 Grad Celsius und 20-30% Luftfeuchtigkeit. Diese Bedingungen können private Häuser nicht bieten. Ein akzeptabler Kompromiss sind klimatische Bedingungen von 12-15 Grad und 20-40% Luftfeuchtigkeit mit möglichst kleinen und langsamen Schwankungen. Ein Licht von 50 Lux verursacht keine Schäden, das ist so viel wie eine Kerze ausstrahlt.
Materialien richtig wählen
Archivtaugliche Sichthüllen enthalten keine Weichmacher. Sie erlauben es, die Fotografien zu sehen, ohne sie anfassen zu müssen.
Fotos schonend handhaben
Finger hinterlassen auf den Fotografien Abdrücke, die nicht entfernt werden können, auch nicht von einer Fachperson. Deshalb am besten die Oberfläche nicht berühren, aber auch nicht beschriften, keine Postit drauf kleben, oder ähnliches. Archivar*innen tragen immer Fotohandschuhe, wenn mit fotografischen Beständen arbeiten.
Digital sichern
Scannen Sie wichtige Bilder in hoher Auflösung, bewahren Sie das Original aber auch auf. Die Scans können Sie mit den wichtisten Metadaten als Dateinamen speichern: Wer ist auf dem Foto? Wo, zu welchem Anlass und ungefähr wann entstand es?
Bei verklebten, schimmelverdächtigen oder stark beschädigten Fotografien ist fachliche Beratung sinnvoll.